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Talentiert, vielseitig und offen

Porträt über Carlos Cárdenas

von Martina Faller

in:blasmusik, Volkslieder in der Blasmusik, Nr. 10 Oktober 2017, ISSN 0344-82231, S.18 - 20.

 

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Porträt über Carlos Cárdenas, von Mar
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"Starke Kontrastierung und Disparatheit ist auch ein Prinzip von Carlos Alberto Cárdenas Gonzalez’ "un y una" für Violine, Schlagzeug und Kontrabass. Dem kolumbianischen Kompositionsschüler von Cornelius Schwehr ist mit dem dreisätzigen Konzert eine herausragende Studie in Sachen orchestraler und solistischer Klangspektren gelungen: Klangsinnlich, rhythmisch überaus pointiert führt er in unterschiedlichen Techniken die drei heterogenen Instrumente originell zusammen – und dabei auch immer ganz pragmatisch, ohne avantgardistische Allüren; dafür mit ausgeprägten Fragestellungen an die Möglichkeiten linearen Komponierens heute. Und Yurie Tamura, Yuyoung Jin und David Desimpelaere beherrschen nicht nur ihre Instrumente, sie kosten den musikantischen Zug des Finalsatzes voll aus. Darin erweist der Komponist seinem Volk eine leidenschaftliche Hommage, mit einer Golpe-ähnlichen, also sehr perkussiven folkloristischen Musik, die sich wie aus Bruchstücken heraus erst allmählich formt und – zu Recht – am Ende Begeisterungsstürme auslöst."

Alexander Dick

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung

Mo, 15. Mai 2017

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